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Profit hat aufgehört, Gewinn für die Seele zu bedeuten...
Hintergründe und weitere Informationen zum Projekt, sowie Dank an alle, die an dem Projekt mitgearbeitet haben.
Kunstwerke und Impressionen von der Ausstellung im Fürstenzimmer auf Schloss Achberg, sowie Bilder von anderen, verwandten Projekten von Herbert Moser
Blick in die Ausstellung im Fürstenzimmer auf Schloss Achberg.
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Haben oder Sein

Installation von Herbert Moser im Rahmen der Ausstellung "Blendwerk - Barocke Positionen in der zeitgenössischen Kunst" auf Schloss Achberg vom 1. August bis 17. Oktober 2010.

Unsere Gesellschaft ist auf Besitz gegründet, auf Haben. Wer nichts hat, der ist auch nichts. Unser Handeln strebt nach der Erfüllung unserer materiellen Wünsche. Zwar zeigen wir auf Manager, Bosse, Stars – die Prominenz, die sich alles leisten kann – und kritisieren ihren unmoralischen und luxuriösen Lebensstil. Doch allzu häufig beschwichtigen wir unser eigenes Gemüt durch fortwährenden materiellen Konsum. „Ich kaufe, also bin ich“ könnte das Credo einer Konsumgesellschaft lauten in der das Materielle das Ideelle immer mehr zu verdrängen scheint. „Profit“ hat längst aufgehört, Gewinn für die Seele zu bedeuten. Er wird oft gleichgesetzt mit dem Resultat unserer Bemühungen gemessen in Eigentum und Besitz. So gesehen wird die regelmäßige Anhäufung von Haben, ein großer, vielleicht unfreiwilliger Versuch, der Vergänglichkeit unserer Existenz entgegenzuarbeiten. Das Sein führt dabei ein immer stärkeres Schattendasein. Und selbst kurzen Momenten des Glücks versuchen wir augenblicklich habhaft zu werden, indem wir sie für die Nachwelt in Bildern materialisieren. So, als wären wir nicht gewesen, hätten wir nichts zu hinterlassen.

Materialismus oder Idealismus, Haben oder Sein? Was bleibt, was vergeht? Diese Arbeit soll zu Zu- und Widerspruch auffordern. Die Anonymität der digitalen Medien erlaubt einen freimütigen Diskurs, ein offener Dialog zu einer entscheidenden Daseinsfrage.

Unter "Stellung nehmen" können Sie einen Kommentar zu einem ausgewählten Zitat eingeben. Ihr Textbeitrag wird dann umgehend Bestandteil der Installation im Fürstenzimmer.

Lichtinstallation auf Schloss Achberg

Das Formenrepertoire der Lichtinstallation leitet sich von barocken Handschriften ab, denen ornamentale und biometrische Gesetzmäßigkeiten zugrunde liegen (Rocaillen, Muschelornamentik etc.). Die Formensprache der Lichtgrafik steht formal und semantisch in Beziehung zu den Stukkaturen der Fürstenzimmerdecke.

Die Decke des Fürstenzimmers ist ornamental stuckiert mit einem Deckenbildprogramm, in dessen Mittelpunkt die Figur des Hermes steht. Der Mythologie nach überbringt Hermes den Sterblichen die Botschaft der Götter und übersetzt diese in eine, für Menschen verständliche Form. Seine Botschaften sind keine bloßen Mitteilungen, sondern erfordern Verständnis und Einsicht des Empfängers. Sie gereichen nur dem voll zu Nutze, der sie wirklich versteht. Und so steht mancher, der sich mit Hermes einlässt, am Ende auch mal ratlos vor der Frage nach Haben oder Sein.



» Danksagung an alle Projektbeteiligten
» Ausstellung Blendwerk - Schloss Achberg